FHEM – Mache dein Heizung smart – Teil 1

By | 2. Dezember 2018

Heizsaison hat angefangen und Thema Heizung ist hochbrisant, auch was Komfort und Rentabilität betrift. Wenn wir sprechen von einer smarten Heizung, geht es meistens um programmierbare Thermostate. Thermostate die sich einfach an die alten Heizkörper montieren lassen und sind noch kostengünstig. Sie überwachen die Temperatur im Raum und passen die Leistung der Heizkörper an die Bedürfnisse der Nutzer an. Mit smarten Thermostaten sparen Sie Geld und gewinnen vor allem Komfort. Im Smart Home dreht keiner mehr selbst am Heizkörper. Mit dem Internet verbundene Thermostate kommunizieren mit anderen Geräten wie Smartphones, fragen Wetter- Daten ab, wissen wann Sie auf dem Nachhauseweg sind und heizen schon einmal Haus oder Wohnung vor. 

Was alles brauchen wir um eine smarte Heizung zu bauen.?

  • Open Source Software FHEM (Wikipedia) ⤍ ist ein Perl-basiertes Software für die Hausautomation, das zur automatisierten Bedienung von Aktoren wie zum Beispiel Lichtschaltern oder Heizung sowie der Aufzeichnung von Sensorinformationen wie Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit dient. 
  • Hardware ⤍ Die uns ermöglicht Installation und Betrieb von FHEM, Temperaturregelung, Temperaturmessung und Automatisierung.

Installation von FHEM: Step by Step

Beim Raspberry Pi handelt es sich um einen postkartengroßen Einplatinencomputer. Dank der kleinen Abmessungen, dem recht geringen Energieverbrauch (bis ca. 4 Watt), geeignet für 24/7 Betrieb sowie der günstigen Anschaffungskosten (ca. 35 €) ist der Raspberry Pi eine attraktive Hardware für die Heimautomatisierung mit FHEM. Raspberry Pi ist dank dem Linux-Betriebssystem vollständig kompatibel zur von FHEM unterstützen Hardware. Standard-Image zum Betrieb des Raspberry Pi ist die auf Debian basierende Raspbian Distribution.

Zuerst mit Hilfe von Win32 Disk Imager oder Etcher beschreiben wir SD Karte mit Raspbian Image (Stretch Lite). Danach mit Text Editor erstellen wir leere Text Datei (ssh.txt) und speichern auf boot Partition von SD Karte. Leere ssh.txt Datei ermöglicht uns SSH Zugang auf Raspberry Pi mit Hilfe von Putty (Zugang ohne Tastatur und Monitor). Starten wir Putty Programm und stellen Verbindung mit Raspberry Pi (IP Adresse von Raspberry Pi und Port 22) her. Standard Zugangsdaten sind: Benutzername: pi, Password: raspberry. Raspberry Pi IP Adresse finden Sie in Weboberfläche eure Router heraus (siehe Bild). Wichtig ⤍ Raspberry Pi feste IP Adresse zuweisen.

Jetzt starten wir mit Konfiguration von Raspbian und Installation von FHEM.

#### Zuerst Konfiguration von Raspbian
sudo raspi-config
### Punkt 1 - User Password ändern
### Punkt 2 - Localisation Options (Sprache "de_DE UTF-8", Time Zone)
### Punkt 3 - Advanced Options (Expand Filesystem)
### Punkt 4 - Update
sudo reboot

### Installation von FHEM
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
cd /opt
sudo wget http://fhem.de/fhem-5.9.deb ### 5.9 aktuelle Version
sudo dpkg -i fhem-5.9.deb
sudo apt-get install -f
### Installation von Zeitserver
sudo apt-get install ntpdate
sudo ntpdate -u de.pool.ntp.org ### Time Zone
### Installation von JSON (Wird von einigen Modulen benötigt)
sudo apt-get install libjson-perl
### Telnet Installation
sudo apt-get install libnet-telnet-perl
### libdatetime für Wettermodul
sudo apt-get install libdatetime-format-strptime-perl

FHEM ist jetzt unter http://Raspberry IP Adresse:8083/fhem erreichbar und einsatzbereit. FHEM Webzugang müssen wir noch absichern: Man braucht einen Namen und ein Passwort, die Befehle einzeln nacheinander in das Eingabefeld oben auf der FHEM Seite eingibt. Zu beachten ist dabei, dass man den Schutz für alle drei FHEM-Ebene (WEB, WEBPhone und WEBtable) einrichten muss: Ansonsten lässt sich durch einen Wechsel des Ports der Schutz ganz leicht umgehen.

### Kennwortschutz für WEB, WEBPhone und WEBtable Ebene
attr WEB basicAuth {"$user:$password" eq "username:mein password"}
attr WEBphone basicAuth {"$user:$password" eq "username:mein password"}
attr WEBtable basicAuth {"$user:$password" eq "username:mein password"}

Demnächst geht weiter mit Teil 2 ⤍ CUL Selbstbau und Einbindung von MAX! Thermostaten in FHEM.

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