Illegaler Hack – Pay TV

By | 6. November 2010

Pay TV HackPay TV hat nicht leicht im Kampf gegen illegale Mitseher. Beim sogenannten Cardsharing lässt sich mit einem Linux-Receiver wie der Dreambox oder Dbox2 die Freischaltkarte des Nachbarn ganz einfach mitnutzen, ohne dass der es merkt. Möglich machen dies aktuelle Versionen der im Web erhältlichen SoftCAM-Module, welche die offiziellen Hardware-Verschlüsselungskarten emulieren und lediglich mit einem gültigen Schlüssel gefüttert werden müssen. Ist das SoftCAM-Programm einmal auf den Kabel- oder Satelliten-Receiver gespielt, genügt es, einen Link zum Card-Server, einer Box mit legal erworbener Karte einzutragen. Solche Links werden in einschlägigen Webforen getauscht. Kosten entstehen dem Card-Server Besitzer zwar nicht, doch das (auch unbewusste) Verteilen von Schlüsseln ist illegal. Um sich nicht strafbar zu machen, sollten Pay TV-Kunden mit Linux-Receivern diese hinter einem Router mit geschlossenen Ports verwenden und keine Standard-Passwörter in den Geräten nutzen.

Was ist Cardsharing?

Das Wort sharen stammt aus dem englischen und bedeutet teilen bzw. gemeinsam Nutzen. Beim Cardsharing bezieht sich das gemeinsame Nutzen auf die Smartcard, die Sie von Ihrem Pay-TV Anbieter erhalten haben. Alle Benutzer können ein und dieselbe Smartcard gemeinsam benutzen, ohne dass diese in doppelter oder dreifacher Ausführung vorliegt. Der Datenaustausch von und zu den Benutzern erfolgt über eine physikalische Verbindung, die über Kabel, WLAN, Internet realisiert sein kann. Die Gesamtheit aller Komponenten bezeichnet man als Cardsharing-Netzwerk. Wie bei einem Computernetzwerk sind auch in einem Cardsharing-Netzwerk je nach Anwendung unterschiedliche Optionen realisierbar. Wie irrtümlich vermutet wird, fliesen bei einem Cardsharing-Netzwerk keine verschlüsselten Bild oder Tondaten über das Netzwerk, denn diese Datenmengen würden das Cardsharing-Netzwerk schnell zum erliegen bringen. Das Gerät, das die Smartcard enthält, entschlüsselt also nicht die Bild und Tondaten und gibt diese auch nicht an die einzelnen Endgeräte weiter. Vielmehr werden nur die Daten, die für die Entschlüsselung der Bild und Tondaten benötigt werden, zwischen den Geräten ausgetauscht. Die eigentliche Entschlüsselung der Bild und Tondaten erfolgt innerhalb des Endgerätes, wie z.B. eines Receivers oder einer DVB-Karte in einem PC.

Vielfach wird auch angenommen, dass das Gerät, das die Smartcard enthält, einen Sat- oder Kabelanschluss benötigt. Dem ist aber nicht so, denn die einzige Aufgabe dieses Geräts ist es, die für die Entschlüsselung benötigten Daten zur Verfügung zu stellen, und diese Daten werden nicht aus den Videosignalen, sondern ausschließlich aus der Smartcard gewonnen. Somit ist es möglich einen PC mit Kartenleser als zentrale Instanz innerhalb eines Cardsharing-Netzwerks einzusetzen, der den Endgeräten mitteilt, wie die Bild- und Tondaten zu entschlüsseln sind. In einem Cardsharing-Netzwerk ist die Anzahl der vorhandenen Smartcards nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt. Es durchaus möglich, und auch üblich, mehrere Smartcards eines oder mehreren Pay-TV Anbietern mit unterschiedlichen Abonnementpaketen einzusetzen. So können in einem Cardsharing-Netzwerk beispielsweise gleichzeitig eine Karte mit Bundesliga Abonnement, eine Karte mit einem Film Abonnement und eine Kabel Abo-Karte eingesetzt werden.

Ein Cardsharing-Netzwerk unterliegt keinen regionalen Beschränkungen, da die physikalische Verbindung durchaus auch über das Internet erfolgen kann. Der Datenaustausch eines Cardsharing-Netzwerkes über eine Internetverbindung wird als Internetsharing bezeichnet. Erfolgt der Datenaustausch direkt per Kabelverbindung oder im lokalen Computer Netzwerk wird dies als Homesharing bezeichnet.
Mehr Info → Chip.de

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