OpenMediaVault Raspberry Pi als NAS

September 4, 2020
Raspberry pi Openmediavault
Oberfläche von OMV

Mit OpenMediaVault Raspberry Pi lässt sich leistungsstarke Netzwerkspeicher bauen. In vielen Haushalten heutzutage finden Sie sogenannte NAS Geräte beziehungsweise Home- Server, also Festplatten die über das Netzwerk erreichbar sind. Auf diesen Geräten kann man Daten zentral speichern und damit von den unterschiedlichsten Geräten darauf zugreifen. Alle diese NAS Geräte was Funktionen betrift sind sehr unterliegend OpenMediaVault. Mit OpenMediaVault Raspberry Pi 4 und kostenlosen Software lässt sich solches Power NAS preisgünstig selbst bauen.

Raspbian OS Lite
Raspbian OS Lite

Sie können sich hier zwischen dem Raspberry Pi 3 und dem Raspberry Pi 4 entscheiden, die beide über ausreichend Power für den Betrieb des Servers verfügen. Zusätzlich zu dem Minicomputer benötigen Sie Netzteil (5V/2,5 A), passendes Gehäuse und mindestens zwei Speichermedien (Micro SD Karte und USB SSD Festplatte).

Die auf Debian basierende Raspberry Pi Distribution von OpenMediaVault enthält Dienste wie SSH, (S)FTP, RSync, einen BitTorrent Client, etc. und ist über ein Web-Interface bedienbar und konfigurierbar. Dank des modularen Aufbaus lässt sich die Funktionspalette zudem jederzeit über Plugins erweitern. Zuerst Raspbian OS Lite Image herunterladen und auf SD Karte mit Etcher schreiben. Grundsätzlich muss das NAS auf Raspberry Pi Basis nicht an einen Monitor angeschlossen werden. IP Adresse ist auch über die Router Weboberfläche herauszufinden und als Feste IP zuweisen.

Fritzbox IP Adresse
Fritzbox IP Adresse

OpenMediaVault Raspberry Pi Installation

  • Mit Text Editor leere Text Datei erstellen und als ssh.txt auf SD Karte boot Partition speichern, so gewährleisten wir uns SSH Zugang via Putty oder Terminal.
  • Raspberry Pi starten und SSH Verbindung herstellen.
  • Mit sudo raspi-config starten wir Raspian Konfiguration.
Raspbian Konfiguration
Raspi Config
  • Change Password – Passwort für Benutzer pi ändern
  • Netzwerk Options – WLAN Konfiguration (Optional)
  • Localisation Options – Sprache de_DE-UTF 8 und Time Zone Berlin
  • Advanced Options – Expand root Partition
  • Update
  • Raspberry Pi neustarten und fangen wir mit OpenMediaVault Installation an.
#### OpenMediaVault Installation
wget -O – https://github.com/OpenMediaVault-Plugin-Developers/installScript/raw/master/install | sudo bash
#### Neustart
sudo reboot

OpenMediaVault Raspberry Pi Weboberfläche

Die weitere Konfiguration kann von jedem beliebigen Computer mit einem Webbrowser erfolgen. Hierzu muss die bei der Fritzbox bzw. Router angezeigte IP Adresse in die Adresszeile eingegeben werden. Anmelden ist mit dem Benutzername “admin” und dem Passwort “openmediavault”.

Aus Sicherheitsgründen sollte man zuerst unter Allgemeine Einstellungen -> Web Administrator Passwort ändern. Ratsam ist auch das verschlüsselte HTTPS Verbindung unter System – Zertifikate – SSL zu aktivieren.

OpenMediaVault
OpenMediaVault Oberfläche

OpenMediaVault Raspberry Pi Speicher einbinden

Der nächste Schritt ist Datenspeicher Einbindung unter Menü OptionReale Festplatten. Festplatte wählt man durch anklicken aus und wählt oben den Punkt Löschen. Bei der Abfrage nach der Methode für das Löschen kann man die Methode schnell auswählen. Weiter geht mit Erstellung von Dateisystem (FAT, NTFS, EXT4) für unsere Daten. Raspberry Pi ist Linux basiert und am besten ist Festplatte mit EXT4 zu formatieren.

Damit die Festplatte genutzt werden kann muss man nun noch auf „Einbinden“ klicken und wird die Festplatte für das System zum Beschreiben und Lesen verfügbar gemacht. Weiter geht mit Benutzerprofile Erstellung beziehungsweise Zugriffsdienste Auswahl (SMB/CIFS, NFS, etc). Windows unterstützt das Protokoll seit Jahren standardmäßig und auch der Großteil aller Linux-Distributionen sowie macOS haben mit der Software Samba von Werk aus die passende Lösung zur Nutzung von SMB parat.

Tipp: Ihren Netzwerk- Router müssen Sie so konfigurieren, dass er dem Minicomputer bei jedem Start dieselbe IP-Adresse zuteilt. Andernfalls ändert sich diese mit jedem Neustart.

Fritzbox Feste IP vergeben
Fritzbox Feste IP vergeben

Die User müssen sich lediglich noch mit dem Server verbinden. Unter Linux, beispielsweise Ubuntu, öffnet man zu diesem Zweck den Dateimanager und wählt die Option „Mit Server verbinden“ aus. Anschließend geben Sie die Serveradresse inklusive des Präfixes smb:// an. Windows-Nutzer stellen die SMB- Verbindung zum Raspberry Pi NAS über den Windows Explorer her. Dort genügt die Eingabe der IP-Adresse mit Doppel-Backslash („\\192.168….“).

Let’s Encrypt ist eine kostenlose Möglichkeit SSL Zertifikate für den Zugriff per https Protokoll auf eine Domain bzw. OpenMediaVault Raspberry Pi zu erhalten. Natürlich ist auch der verschlüsselte Zugriff auf andere Dienste möglich, wenn dies entsprechend konfiguriert wird.

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