Raspberry Pi – NAS mit OpenMediaVault

By | 13. August 2018

In vielen Haushalten heutzutage finden Sie sogenannte NAS Geräte bzw. Home- Server, also Festplatten die über das Netzwerk erreichbar sind. Auf diesen Geräten kann man Daten zentral speichern und damit von den unterschiedlichsten Geräten darauf zugreifen. Mit Raspberry Pi und kostenlosen Software (Image) lässt sich solches NAS preisgünstig selbst bauen. Sie können sich hier zwischen dem Raspberry Pi 2 und dem Raspberry Pi 3 entscheiden, die beide über ausreichend Power für den Betrieb des Servers verfügen. Zusätzlich zu dem Minicomputer benötigen Sie Netzteil (5V/2,5 A), passendes Gehäuse und mindestens zwei Speichermedien (1x Micro SD Karte und USB Festplatte).

Die auf Debian basierende Raspberry Pi Distribution von OpenMediaVault enthält Dienste wie SSH, (S)FTP, RSync, einen BitTorrent Client, etc. und ist über ein Web-Interface bedienbar und konfigurierbar. Dank des modularen Aufbaus lässt sich die Funktionspalette zudem jederzeit über Plugins erweitern. Zuerst Image herunterladen und auf SD Karte mit Win32 Disk Imager für Windows Systeme und mit dd unter Linux schreiben. Grundsätzlich muss das NAS auf Raspberry Pi Basis nicht an einen Monitor angeschlossen werden. IP Adresse ist auch über die Router Weboberfläche herauszufinden.

Fritzbox (Router) Weboberfläche

Die weitere Konfiguration kann von jedem beliebigen Computer mit einem Webbrowser erfolgen. Hierzu muss die bei der Fritzbox bzw. Router angezeigte IP Adresse in die Adresszeile eingegeben werden. Anmelden ist mit dem Benutzername “admin” und dem Passwort “openmediavault”.

Aus Sicherheitsgründen sollte man zuerst unter Allgemeine Einstellungen -> Web Administrator Passwort ändern. Ratsam ist auch das verschlüsselte HTTPS Verbindung unter System – Zertifikate – SSL zu aktivieren.

Festplatten Einbinden

Der nächste Schritt ist Datenspeicher Einbindung unter Menü Option – Reale Festplatten. Festplatte wählt man durch anklicken aus und wählt oben den Punkt Löschen. Bei der Abfrage nach der Methode für das Löschen kann man die Methode schnell auswählen. Weiter geht mit Erstellung von Dateisystem (FAT, NTFS, EXT4,etc.) für unsere Daten. Raspberry Pi ist Linux basiert und am besten ist Festplatte mit EXT4 zu formatieren. Damit die Festplatte genutzt werden kann muss man nun noch auf „Einbinden“ klicken und wird die Festplatte für das System zum Beschreiben und Lesen verfügbar gemacht. Weiter geht mit Benutzerprofile Erstellung bzw. Zugriffsdienste Auswahl (SMB/CIFS, NFS, etc). Windows unterstützt das Protokoll seit Jahren standardmäßig, und auch der Großteil aller Linux-Distributionen sowie macOS haben mit der Software Samba von Werk aus die passende Lösung zur Nutzung von SMB parat.

Tipp: Ihren Netzwerk- Router müssen Sie so konfigurieren, dass er dem Minicomputer bei jedem Start dieselbe IP-Adresse zuteilt. Andernfalls ändert sich diese mit jedem Neustart.

Feste IP Adresse zuweisen.

Die User müssen sich lediglich noch mit dem Server verbinden. Unter Linux, beispielsweise Ubuntu, öffnet man zu diesem Zweck den Dateimanager und wählt die Option „Mit Server verbinden“ aus. Anschließend geben Sie die Serveradresse inklusive des Präfixes smb:// an. Windows-Nutzer stellen die SMB- Verbindung zum Raspberry Pi NAS über den Windows Explorer her. Dort genügt die Eingabe der IP-Adresse mit Doppel-Backslash („\\192.168….“).

Let’s Encrypt ist eine kostenlose Möglichkeit SSL Zertifikate für den Zugriff per https Protokoll auf eine Domain zu erhalten. Natürlich ist auch der verschlüsselte Zugriff auf andere Dienste möglich, wenn dies entsprechend konfiguriert wird.

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