Nextcloud – Eigene Cloud par Excellence

By | 2. September 2018

Eine Cloud ist ein Online Speicherplatz der sich von jedem Ort aus erreichen lässt, nur müssen Sie ein gewisses Vertrauen in Cloud Anbieter wie Dropbox, Google Drive oder Onedrive haben. Ist Ihnen eine öffentliche Cloud deshalb zu unsicher, machen Sie sich besser einen privaten Cloud Speicher. Ihre Daten bleiben in Ihrem Netzwerk gespeichert, sind aber von außerhalb erreichbar.

Alles was Sie für Ihre Nextcloud Projekt brauchen ist Hardware und die passende Software. Die Nextcloud ist ein Server für Freigaben, Fotogalerien, Medienwiedergabe, Datensynchronisierung, Kollaboration, Kontakte und Kalender. Als Hardware bietet sie Raspberry Pi an, Einplatinencomputer mit wenig Verbrauch und existiert ein großes Zubehör- und Softwareangebot für zahlreiche Anwendungsbereiche. Als Massenspeicher können Sie eine externe USB Festplatte oder USB Stick verwenden.

Kurz zusammengefasst:

  • Nextcloud Software (Image) – kostenlos
  • Raspberry Pi 3B+ – Einplatinencomputer – ca. 35,00 €
  • Externe USB Festplatte oder USB Stick –  ca. 25,00 – 70,00 €
  • Micro SD Karte (16 GB) – ca. 5,00 – 10,00 €
  • Netzteil für Raspberry Pi (5V / 2,5 A) – ca. 10,00 €
  • Raspberry Pi Gehäuse – ca. 5,00 – 10,00 €
  • Nextcloud App für Android oder Apple – kostenlos

Installation:

Nextcloud Image herunterladen, entpacken und mit Hilfe von Win32 Disk Imager (Windows Benutzer) oder dd (Linux Benutzer) auf Micro SD Karte schreiben. SSH Zugang aktivieren (optional). Mit Hilfe von Text Editor leere Seite als ssh, oder ssh.txt auf SD Karte Boot Partition speichern und damit ist SSH Zugang aktiviert (Benutzer: pi und Password: raspberry). Micro SD Karte in Karten Slot von Raspberry Pi einlegen, Raspberry Pi mit Netzwerk verbinden (LAN Kabel) und starten.

Konfiguration:

  1. Mit Hilfe von Monitor und Tastatur. Login mit „pi“ als Benutzername und „raspberry“ als Password. Konfigurationsmenü erreichen Sie mit „sudo nextcloudpi-config“ und danach mit Abschnitt nc-wifi konfigurieren Sie WLAN Zugang für Nextcloud.
  2. Mit Hilfe von Terminal für Linux / Mac Benutzer. Zuerst müssen Sie IP Adresse von Raspberry Pi herausfinden, das geht ganz einfach durch Blick ins Menü Ihres Routers. Verbindung mit Befehl „ssh pi@Rasperry IP“. Benutzer und Password wie oben genannt.
  3. Mit Hilfe von Putty für Windows Benutzer. Verbindung „SSH“, Port 22, Benutzername und Password wie oben beschrieben.
Nextcloud per Weboberfläche konfigurieren

WLAN Zugang ist jetzt eingerichtet und Nextcloud IP Adresse ist uns bekannt. Weboberfläche von Nextcloud ist mit https://Nextcloud-IP:4433 zu erreichen. Webbrowser meckert wegen Zertifikat. Das bedeutet die Adresse, die Sie besuchen nicht sicher ist. Sie sollten das selbstsignierte Zertifikat akzeptieren. Sie können das tun, indem Sie auf Erweitert klicken und dann die Ausnahme bestätigen.

Let’s Encrypt Zertifikat für Nextcloud erstellen

Zuerst brauchen wir DDNS Service und des kriegen wir bei DDNS oder spDYN kostenlos. Danach richten Sie in Router-Menü DynDNS Updater ein. Z.B. Fritzbox –  Internet > Freigaben > DynDNS. Tragen Sie die Daten für Update-URL, Domain (Eure Domain bei spdyn oder ddns), Benutzername und Password ein. Anschließend müsst ihr zwei Port-Freigaben für Nextcloud (IP Adresse) einrichten. Eine für den Port 80 und eine für den Port 443. Z.B. Fritzbox – geht auf Internet > Freigaben > Gerät für Freigaben hinzufügen (Gerät auswählen) > Neue Freigabe > Portfreigabe. Hier müsst ihr jeweils für den Port 80 und Port 443 eine Freigabe anlegen.

Da Let’s Encrypt bereits in NextcloudPi integriert ist, ist alles weitere in ein paar Minuten erledigt. Zuerst muss man sich wieder in die Verwaltungsmenü des Pi einloggen über prehttps://IP Adresse:4443//pre . Hier wird im Menü “letsencrypt” ausgewählt. In die beiden Felder trägt man die erstellte DynDNS Adresse ein, außerdem muss eine gültige Email Adresse angegeben werden. Mehr Infos über Nextcloud Versionen und Wiki unter: NextcloudPI


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