Wake On LAN – Per Internet Strom sparen

By | 6. November 2010

Wake on LANMit nur einem Klick wecken Sie Ihren Rechner aus der Ferne auf und greifen auf Ihre Daten zu. Egal wo Sie gerade sitzen. Ungeschickt ist es nur, wenn Sie vergessen haben, Ihren Rechner auszuschalten oder ihn extra eingeschaltet gelassen haben, damit Sie von unterwegs darauf zugreifen können. Denn manch einer möchte eventuell Musik streamen oder stets auf wichtige Dokumente zugreifen können. Hier hilft Ihnen das Internet weiter, denn Sie können Strom sparen, indem Sie den Rechner übers Netz ein- und ausschalten. Das ist auch dann praktisch, wenn Sie die wichtige Präsentation fürs Büro zu Hause auf dem PC vergessen haben. Magisches Wort, Wake On LAN, kurz WOL. Voraussetzungen: eine Netzwerkkarte, die dies unterstützt und ein Router mit integriertem DynDNS Client, beides ist aber seit einigen Jahren Standard. Durch BIOS Funktion WOL ist Motherboard immer mit fünf Volt Spannung versorgt, auch wenn der Rechner ausgeschaltet ist. Ihr Router wird eine feste IP-Adresse benötigt. Das geht mit kostenlosen Diensten wie www.no-ip.com oder www.dyndns.com. Nachdem Sie sich einen Account zugelegt haben, erhalten Sie eine Host-Adresse. Die tragen Sie mitsamt Benutzernamen und Passwort in das entsprechende Feld in der Router-Konfiguration ein.

Über eine Software wie Wakemagic oder via Webseiten wie http://stephan.mestrona.net/wol/ schicken Sie ein sogenanntes Magic Packet an den Router. Dieses wird an Ihren PC weitergeleitet, wodurch der erwacht. Wenn Sie nun Tools wie Hamachi oder TightVNC automatisch starten, können Sie von jedem anderen Rechner auf Ihren PC zu Hause zugreifen.

Wake On LAN
Wake on LAN funktioniert, indem die Netzwerkkarte des Rechners ständig ins Netzwerk „horcht“ und auf das sogenannte „Magic Packet“ wartet. Das ist ein spezielles Datenpaket, das nur dazu da ist, schlafende Rechner aufzuwecken. Damit das klappt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: So muss der Rechner natürlich ständig mit dem Stromnetz verbunden sein. Außerdem muss im Bios des Rechners Wake on LAN aktiviert sein. Diese Einstellung findet sich oft etwas versteckt und manchmal auch in den Energiespareinstellungen.

MAC Adresse
Auch die Vorgaben der Netzwerkkarte im Gerätemanager der Systemsteuerung unter Windows müssen stimmen. Unter dem Menü „Einstellungen“ sind diese oft unter dem Punkt „Wake up Capabilitys“ zu finden. Als Nächstes müssen Sie die MAC-Adresse Ihres Rechners beziehungsweise der Netzwerkkarte wissen. Die erfahren Sie, wenn Sie unter „Start/Eingabeaufforderung“ „cmd“ eingeben. Anschließend tippen Sie im Kommandozeilenfenster den Befehl „ipconfig/all“ ein. Die nun erscheinende „physikalische Adresse“ ihrer Netzwerkkarte ist die gesuchte MAC-Adresse.

FritzBox
Auf dem Rechner, von dem die Wartung ausgeht, benötigen Sie obendrein noch ein Programm, mit dem WOL ausgelöst wird. Diese Tools gibt es meist kostenlos als Freeware im Internet. Die letzten Schritte können Sie sich auch sparen, wenn der zu weckende Rechner an einer Fritzbox angeschlossen ist: Sie gehen einfach über das Fernwartungstool ins Menü der Box und dort in die Netzwerkeinstellungen. Klicken Sie auf das Bearbeiten-Symbol hinter dem zu startenden Rechner. Mit einem Klick auf den Button „Computer starten“ wecken Sie den gewünschten Rechner auf.

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