Stuxnet – Erste Cyberwaffe der Welt

By | 2. Oktober 2010

Stuxnet CyberwaffeDie Programmierer des Virus Stuxnet sind nicht bekannt. Doch in Stuxnet sind viele Details des WinCC von Siemens eingebunden. Zudem stehen nach Angaben von Symantec knapp 60 Prozent der infizierten Rechner im Iran. Darum vermuten IT Experten dass Virus Stuxnet aus israelischen Regierungsbehörden stammt. Allerdings kann es sich auch um einen Cyber-Angriff auf Indien handeln, der ungewollt eskalierte: Denn nach Untersuchungen des IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky liege das Stuxnet-Epizentrum in Indien. Das wiederum würde den Verdacht auf China als Konkurrenten lenken. Mittlerweile will auch die NaTo auf die Stuxnet-Attacken reagieren: Die Abwehr von Cyber-Angriffen soll nun Teil des neuen strategischen Konzepts des internationalen Bündnisses werden. Ein Beamter aus dem Industrieministerium in Teheran hat zitiert, 30.000 Rechner seien befallen und der Wurm sei ein Teil des elektronischen Krieges gegen Iran. Ein hochrangiger US-Beamter bestritt unterdessen, die USA seien der Urheber des geheimnisvollen Wurms. Sean McGurk, Chef des National Cybersecurity and Communications Integration Center (NCCIC), sagte, man habe die Software analysiert, es sei aber schwer zu sagen, welchem Zweck sie diene. Man sei derzeit weniger damit beschäftigt, nach der Quelle der Schadsoftware zu suchen, als ihre Ausbreitung zu verhindern. Nach wie vor ist unklar, woher Stuxnet stammt und was sein genauer Zweck ist. Experten sind sich allerdings einig darüber, dass der Wurm kein normales Stück Schadsoftware ist. Die Sicherheitsfirma Kaspersky Lab erklärte, es handele sich um einen einzigartigen und sehr ausgefeilten Malware-Angriff, der mit fundiertem Wissen um die Industrieanlagensteuerung mit SCADA-Technologie (Supervisory Control and Data Acquisition) durchgeführt wurde. Kaspersky geht deshalb davon aus, dass es sich um einen staatlich unterstützten Angriff handelt.

Im Netz blühen Verschwörungstheorien über den Ursprung und Zweck Stuxnets, eine davon hat die New York Times präsentiert. New York Times schreibt, dass im Programmcode Hinweise auf einen israelischen Ursprung versteckt sein könnten. Es taucht das Wort Myrte (Myrtus) auf – vielleicht ein Hinweis auf das Buch Esther des Alten Testaments der Bibel, in dem die Juden einen zerstörerischen Plan der Perser durchkreuzen…? Oder doch nur ein Ablenkungsmanöver, das Israel in ein schlechtes Licht rücken soll?

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