Serienkiller mit Lizenz

By | 6. Januar 2012

Scharfschütze als SerienkillerSein erster Erfolg als Scharfschütze war, als im Irak noch Saddam Hussein das Sagen hatte. Chris Kyle war gerade dabei, vom Dach eines Hauses aus ein Stadtgebiet zu überwachen. Da machte eine Frau Angriff auf eine Gruppe von US-Marines mit einer Handgranate. Erste mal Kyle zögerte, schließlich drückte er aber trotzdem ab und traf. Die Frau liess die Handgranate fallen und sank tot in sich zusammen. Seitdem hat er nie mehr an seinem Job gezweifelt, sagt der Scharfschütze. Als er jedoch in die Reihen der Armee trat und dort von der Navy zu den berüchtigten SEAL Truppen befördert wurde, fing er an den Serienkiller in sich zu glauben. Seither hat er 255 menschliche Ziele getroffen, so viele wie sonst noch nie ein Scharfschütze in der gesamten US-Militärgeschichte, 160 der Tötungen sind offiziell durch das Pentagon beglaubigt. Für mich sind die Feinde Wilde, sagt Kyle der New York Post, der 2009 den Dienst quittierte, um seine Ehe zu retten. Es war meine Pflicht, die Feinde zu erschiessen. Ich bereue es nicht. Mit Schießen kam der Texaner Chris Kyle schon früh ins Berührung. Sein Vater schenkte ihm ein Gewehr, womit er Jagd auf Hirsche und Fasane machte. Bevor Kyle zur Armee ging, war er als Cowboy tätig und professioneller Rodeo-Reiter. Dass er als Schütze das Zeug zum Top Killer hatte, war ihm nicht bewusst.

Insbesondere zwei Dinge erfüllen den Navy-Seal auch nach seiner aktiven Armee-Zeit noch mit Stolz. Einerseits sein legendärer Schuss im Jahr 2008 in der Nähe von Sadr City, der den Feind auch über eine Distanz von 1920 Metern noch traf. Gott feuerte für mich diese Kugel ab und tötete ihn, sagte Kyle dazu.

Andererseits freut sich der Schütze auch über den Umstand, dass er beim Feind derart sehr bekannt war, dass ein Kopfgeld von 20000 Dollar auf ihn ausgesetzt wurde. Heute lebt der Vater von zwei Kindern in Dallas und betreibt eine Sicherheitsfirma. Er hat seine Zeit als Navy-Seal literarisch verarbeitet. The Autobiography Of The Most Lethal Sniper In U.S. Military History, die Autobiografie des tödlichsten Scharfschützen der US-Militärgeschichte, heisst sein heute erscheinendes Buch.

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