PC bei Reparatur ausspioniert

By | 27. November 2010

PC ReparaturLäuft der PC nicht mehr, soll ihn eine Reparatur wieder flottmachen. Manche Service-Techniker inspizieren nicht nur die Hardware, sondern auch persönliche Daten auf der Festplatte. Schließlich liegen auf der Festplatte private Fotos, Dokumente oder wichtige Bankdaten. Wer den PC repariert, kann schnüffeln oder bei der Reparatur Daten löschen. Zwar versprechen die Unternehmen per Arbeitsanweisung an ihre Techniker absolute Diskretion und Schutz der Privatsphäre. Aber was spielt sich tatsächlich hinter den Toren der PC-Werkstätten ab? COMPUTER BILD wollte es genau wissen und hat unter Tarnnamen elf PCs zur Reparatur geschickt. Je ein Gerät ging zu Medion, Asus, Hewlett Packard, Fujitsu Siemens, Toshiba, Targa, Conrad und PC-Feuerwehr. In allen Fällen gaben die Tester regelmäßige Abstürze als Defekt an und baten darum, bei der Reparatur keine Daten von der Festplatte zu löschen. An Bord der Test-Computer war die unter Windows perfekt getarnte Überwachungssoftware Spector Pro. Diese Spionsoftware kriegt alles mit: jeden Mausklick, jede geöffnete Datei, genau protokolliert mit Uhrzeit und Datum.

Bei jedem Mausklick macht Spector ein Beweisfoto vom Bildschirm, außerdem speichert die Software Tastatureingaben. Die Spector-Bilder stellen ein erschreckendes und zugleich beschämendes Zeugnis aus: Bei über der Hälfte der Computer schnüffelten PC-Techniker durch die privaten Datenschätze, was für eine Reparatur generell nicht erforderlich ist. Sie betrachteten Urlaubsbilder, sichteten Dokumente, schauten sich Videos an und kopierten sogar die Daten. Testergebnisse

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