Kostenfalle Urlaub

By | 12. August 2012

Kostenfalle UrlaubSolange Sie sich in Deutschland befinden ist alles in Ordnung, überall bekommen Sie Surf-Flatrate. Das ist auch nicht teuer. Sobald man sich in einem anderen Land in Urlaub befindet, ändert sich alles. Die sogenannte Flatrate kann zu einer nicht kontrollierbaren Kostenfalle werden, ohne dass man selbst davon etwas bemerkt. Mit Smartphone und Surfstick ist mobiles Surfen im Ausland so einfach wie noch nie, doch so flink wie die Daten durchs Web wandern, steigt auch kräftig Ihre Telefonrechnung. Denn was viele nicht wissen: Die Internetflatrate für die meisten Verträge gilt nur in Deutschland, im Ausland bezahlen die Kunden dagegen häufig pro verbrauchtes Megabyte. Ein hochauflösendes Foto (ca. 3MB) kann so je nach Tarif und Urlaubsland schnell 20 Euro kosten. Viele Smartphones Programme, Email, Wetter Apps, etc. aktualisieren sich selbständig. Die Apps nehmen vom Nutzer unbemerkt immer wieder Verbindung zum Internet auf, um Daten zu aktualisieren und verursachen damit auch hohe Kosten. Die Grundeinstellungen von Handy und Smartphone sind grundsätzlich so eingestellt, dass es sich automatisch in ein Netz einwählt. Im Ausland wird auch dementsprechend ein passendes Netz gesucht und Gerät wählt sich ein. Danach erhält man innerhalb von wenigen Sekunden eine SMS von dem Provider, manchmal auch überhaupt keine.

Um Kostenfalle zu vermeiden: Vor dem Urlaub die automatische Roaming auf manuell umstellen. Vor der Reise sollte man sich dann noch bei seinen aktuellen Provider erkundigen, bei welchen ausländischen Provider man am wenigstens Roaminggebühren bezahlt. Hat man diese Informationen, wählt man diesen manuell aus.

Wollen Sie nur gelegentlich ins Internet, aktivieren Sie die Roaming-Dienste jedes Mal manuell. Suchen Sie nach öffentlichen Hotspots oder Wlan-Zugängen, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Zwar ist das kostenlose Internet am meisten schlecht konfiguriert und ist leicht zu ausspionieren. Grundsätzlich keine Online Banking oder wichtige Daten über solche Hotspots preisgeben, sollten nur im Notfall und für unkritische Tätigkeiten genutzt werden. Im Web surfen und Google benutzen ist okay. Für Websites, bei denen Sie sich einloggen müssen, sind es nicht.

Kostenfalle mit VPN zu vermeiden
Wer seinen Daten im fremden Wlan oder Hotspot zusätzlich schützen will, baut sich einen sogenannten VPN Verbindung. VPN steht für Virtual Private Network. Diese Verschlüsselungsverfahren wurde entwickelt, um Firmennetzwerke über das öffentliche Internet miteinander zu verbinden und dabei den internen Datenverkehr vor Missbrauch zu schützen. Sie als Privatpersonen haben Sie auch Möglichkeit VPN zu nutzen. Ein häufig genutzter Dienst ist Hotspot Shield, der sich einfach installieren lässt und eine verschlüsselten Verbindung zu Servern in die USA herstellt, von denen aus der Nutzer dann ins eigentliche Web kommt. Nachteil, die Geschwindigkeit der Datenübertragung sinkt spürbar.

Frei zugängliche PCs in Internetcafés:
Ein früherer Nutzer könnte sich beim Surfen einen Virus eingefangen haben oder hat ein anderer einen Trojaner oder Keylogger installiert, der Daten und Tastatureingaben der nachfolgenden Nutzer abfängt. Vorsicht bei Benutzung öffentlicher Computer: keine vertraulichen Daten eingeben, Onlinebanking ist absolut tabu, Onlineshopping ebenfalls. Werden die Zugangsdaten abgefangen, ist der Schaden zu groß. Experten empfehlen außerdem, keine Webmailer und soziale Netzwerke aufzurufen, weil auch diese Login Daten können Hacker oder Kriminelle sehr schell ausnutzen.

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