GEMA Abzocke – Discobesuch bald Luxus.?

By | 7. April 2012

Gema Gebühren AbzockeGEMA will ihre Tarifstruktur ab 2013 von Grund auf ändern. Besser gestellt werden künftig Veranstalter von kleineren Musik-Events. Sie zahlen ab 2013 deutlich geringere GEMA-Gebühren als bisher. Organisatoren von großen Veranstaltungen müssen tiefer ins die Tasche greifen. GEMA geht laut Handelsblatt zwar davon aus, dass 60 Prozent aller Veranstaltungen durch die neuen GEMA Tarife wirtschaftlich entlastet werden. Zum Beispiel eine Tanz- Veranstaltung mit 300 Gästen und 900 Euro Eintrittsgeld-Einnahmen soll mit dem neuen System statt 190 Euro nur noch 90 Euro zahlen. Eine große Gala-Veranstaltung mit 1.500 Gästen und 90.000 Euro Einnahmen kostet die Veranstalter dagegen statt 1.500 Euro in Zukunft 9.000 Euro GEMA-Gebühren. Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter läuft Sturm gegen die Pläne. Für Musiknutzer bringt das Erhöhungen von mehreren hundert Prozent, teilweise sogar bis zu 1.000 Prozent mit sich. Das verschweigt die GEMA in ihren Meldungen. Es werden in der Tat einige kleinere Veranstaltungen entlastet. Aber ein Großteil der Musikveranstalter in Deutschland wird durch die neuen Tarife erheblich belastet. Ausschlaggebend für die Berechnung der neuen Gema-Gebühren sind künftig nur noch zwei Größen:

  • Veranstaltungsgröße (berechnet über die Größe der Veranstaltungsfläche).
  • die Höhe des erhobenen Eintrittsgeldes.

Eine mittelgroße Diskothek müsse bisher rund 20.000 Euro GEMA-Gebühren zahlen. In Zukunft seien es 140.000 Euro. Für viele Betreiber der Todesstoß.

Weil sich GEMA und der Bundesverband der Musikveranstalter bisher nicht über die neuen Tarife einigen konnten, soll nun eine Schiedsgerichtsstelle angerufen werden. Im deutschen Urheberwahrnehmungs-Gesetz ist geregelt, dass das Deutsche Patent- und Markenamt diese Schlichterrolle wahrnimmt.

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