Gefahr aus PET Flaschen

By | 8. Oktober 2011

PET FlaschenWahrscheinlich vor zehn oder mehr Jahren hatte niemand gedacht, dass wir gewöhnliches Wasser aus Plastikflaschen trinken. In Supermärkten und auch in unserem alltäglichen Konsum ist die PET-Flasche nicht mehr wegzudenken. Coca Cola hat vor 20 Jahren in Deutschland die ersten PET-Flaschen auf den Markt gebracht. Mittlerweile haben diese aus Erdöl gewonnen Kunststoffflaschen die Glasflaschen vom Markt fast vollständig verdrängt. Die Vorteile dieser leichten Flasche: Sie gehen nicht zu Bruch, sind bequemer zu transportieren als die deutlich schwereren Glasflaschen und die Herstellungs- sowie Transportkosten sind geringer. Acetaldehyd heißt der Stoff welche entsteht bei der Produktion von PET-Flaschen und kann nach der Befüllung ins Wasser gelangen. Gefährlich für die Gesundheit sind die gefundenen Mengen nicht. Das eigentliche Problem ist der Geschmack. Der für Acetaldehyd typische, fruchtig-aromatische Geschmack ist in der Regel bei einer Konzentration von 10 Mikrogramm pro Liter schon erkennbar. Die klassischen Markenwässer, wie zum Beispiel Apollinaris oder Gerolsteiner, hatten mit Acetaldehyd keine Probleme. Teurere Markenwässer werden zumeist in Mehrwegflaschen abgefüllt, bei deren Herstellung ein Acetaldehyd-Blocker eingebaut wird. So geht kaum Acetaldehyd ins Wasser über. Discounter zum Beispiel verwenden überwiegend Einwegflaschen. Viele Discounter sparen den Blocker ein, um die Kosten bei der Produktion zu drücken.

Plastikflaschen BezeichnungenWie lässt sich diese chemische Belastung in PET-Flaschen erklären? Die Wissenschaftler vermuten, dass die PET-Flaschen nur äußerlich dicht erscheinen, aber in Wirklichkeit sind nicht. Der Kunststoff sei porös und dadurch könne die in dem Mineralwasser enthaltene Kohlensäure durch die Flasche entweichen. Auf diese Art und Weise sei es auch möglich, dass gefährliche Substanzen aus PET-Flaschen Produktion bzw. Zusammensetzung in das Mineralwasser gelangen. Welche Stoffe der PET-Flaschen als gefährlich eingestuft werden sollten, war bisher noch nicht nachzuweisen, weil die Forscher müssten zuerst wissen, aus welchen Stoffen sich die Flaschen zusammengesetzt. Die Betriebe, die diese PET-Flaschen produzieren, geben bis jetzt darüber keine Auskunft.

  • PET – Diese Flaschen sind in den meisten Fällen für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Es besteht die Möglichkeit, dass die enthalten Schwermetall Antimon EPA. Chemische Substanz mit der Wirkung von Hormonen Störungen. Solche Flaschen können auch andere krebserregende Substanzen enthalten.
  • HDP (manchmal HDPE) – Das ist eine stabile Kunststoff bei dem am wenigsten Freisetzung von Chemikalien in das Wasser nachgewiesen war.
  • PVC (manchmal 3V) – Kunststoff setzt giftige Chemikalien frei, die Hormonen im menschlichen Körper stören. Trotzdem ist es noch häufig gebrauchte Plastikmaterial.
  • LDPE – Kunststoff der sehr stabil ist und nicht porös, wird nicht für Kunststoff-Flaschen verwendet, sondern vor allem zur Herstellung von Plastiktüten für Lebensmittel.
  • PP – Kunststoff meist weiß oder semitransparent und benutzt für die Sirup oder Joghurtbecher.
  • PS – Kunststoff die eine krebserregende Substanz Styren freisetzt. Am häufigsten in Einweg- Kaffeetassen oder Verpackungen für Fastfood verwendet.
  • PC (oder leer) – Das ist die schlimmste Kunststoff für Nahrungsmittel, weil es eine chemische BPA enthält. Leider ist es in Säugling- Flaschen, Sport- Flaschen und Behälter zur Lagerung von Lebensmitteln verwendet.

Wir werden in unserem Alltag mit so vielen hormonell belasteten Stoffen bombardiert, dass wir sie vermeiden sollten, wo wir können. Die Industrie beruft sich immer auf das Einhalten einzelner Grenzwerte. Diese Sichtweise ist aber gefährlich, vor allem wenn diese Stoffen gemischt auftreten. So können schon in sehr niedrigen Konzentrationen an Hormonrezeptoren andocken. Und was das für den Körper bedeutet, kann noch niemand abschätzen.

One thought on “Gefahr aus PET Flaschen

  1. Matze

    Ich habe auch schon sehr viele Berichte gelesen und gesehen. Es ist eine Gefahr, die wir wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Schließlich betrifft es uns Männer mehr als Frauen, weil die ja die männlichen Hormone verändert. Ich versuche deshalb so wenig Plastik wie möglich zu benutzen, aber leider besteht so vieles in unserer Welt daraus.

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