Elektroschrott

By | 10. März 2012

ElektroschrottNicht mehr funktionsfähige Handys, Computer oder Fernseher außer Landes zu bringen ist seit 2003 in der EU verboten, aber es passiert immer wieder und damit bleibt Elektroschrott trotzdem ein Milliardengeschäft. EU-Richtlinie zur Verringerung des Elektroschrotts hat nichts geändert. Seit Jahren entsorgen die Industrieländer ihren Elektroschrott in Afrika und Asien, aber erst jetzt lenken sie ein, weil ihnen dabei wahre Schätze verloren gehen. Weniger als Zwei Euro kostet es, einen Monitor nach Ghana oder China exportieren und damit zu entsorgen. Elektroschrott ordnungsgemäß in Deutschland zu entsorgen, ist dreifach so teuer. Jedes Jahr werden zwischen ein und drei Millionen Monitore aus Deutschland nach Afrika und Asien verschoben oder 52.000 Tonnen Müll jährlich.

Der Großteil wird über die Häfen von Rotterdam und Antwerpen exportiert, immer häufiger jedoch auch über Hamburg, wo der Zoll einer aktuellen Statistik zufolge nicht einmal jeden hundertsten Container überprüft. Freie Fahrt für digitalen Elektroschrott, der auf den Mülldeponien Menschen vergiftet und Böden verseucht. Doch eine Lösung des Müllproblems ist nicht in Sicht. Schuld sind schwache Gesetze, einflussreiche Hersteller und korrupte Regierungen in den Zielländern.

Deutschland ist laut UNO der drittgrößte E-Müll Produzent der Welt. Doch auch beim Recycling von Elektroschrott ist BRD spitze, jedes dritte Gerät wird recycelt und wiederverwertet. Was für Elektroschrott die Deutschen jedes Jahr wegwerfen.

Warum produzieren wir soviel Elektroschrott:
Weil wir dazu neigen, uns ständig mit neuen Produkten einzudecken. Die Unterhaltungsindustrie hat eine neue Strategie angewendet. Erfolgreiche Firmen verändern Ausstattung und Design ihrer Produkte von Version zu Version nur leicht gerade so, dass wir beim Verkaufsstart nicht nein sagen können. Geplante Obsoleszenz nennen Wirtschaftspsychologen dieses Prinzip. Folge ist das am Alltag tauschen wir deshalb Geräte in immer kürzeren Abständen aus.

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